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18.12.2014

Die Madonna von Giovanni Pisano aus der Arenakapelle

Der Abguss der italienischen Skulptur schließt eine Lücke im Paul-Clemen-Museum der Universität Bonn

Der neue Gipsabguss ist das Aktuelle Objekt aus Museen und Sammlungen der Universität Bonn. Im Video stellt Prof. Dr. Harald Wolter-von dem Knesebeck die bedeutende Skulptur des Giovanni Pisano vor. Freunde und Förderer ermöglichten die Anschaffung des neuen Gipsabgusses für das Paul-Clemen-Museum im Kunsthistorischen Institut der Universität Bonn.

Giovanni Pisano zählt zu den einflussreichsten Künstlern des italienischen Spätmittelalters. Er studierte zu Beginn des 14. Jahrhunderts die antike Plastik und wurde zu einem zentralen Vermittler im Kulturtransfer zwischen der französischen und der italienischen Skulptur. Die Madonna in der Arenakapelle von Padua zeigt die enorme Bedeutung, die gerade die Figur der Maria in der Zeit des Bildhauers Pisano hatte:
An Maria zeigte sich für den Künstler des Mittelalters, was Schönheit in Vollkommenheit bedeutete; das galt es, über die Skulptur dem Betrachter zu vermitteln.

Für die Lehrsammlung des Instituts für Kunstgeschichte wurde nun ein Abguss dieser italienischen Madonna hergestellt und mit Mitteln privater Förderer aus dem Umkreis der Vereinigung von Freunden des Kunsthistorischen Instituts erwerben. Damit konnte nun eine Lücke in der Bonner Gipsabguss-Sammlung zwischen deutschen und französischen Skulpturen der Sammlung geschlossen werden. Daher ist der Abguss der Madonna aus der Arenakapelle das Aktuelle Objekt aus Museen und Sammlungen der Universität Bonn.
Sie zeigt den Studierenden der Kunstgeschichte beispielsweise wie sehr die fein gearbeitete Skulptur dieser Jahre an die Antike anschloss. Der Abguss steht im Paul-Clemen-Museum des Instituts für Kunstgeschichte im Kaiserplatzflügel des Hauptgebäudes der Universität.

Im Video stellt Prof. Dr. Harald Wolter-von dem Knesebeck die Madonna vor:


Geöffnet ist das Paul-Clemen-Museum montags bis donnerstags von 08.00 Uhr bis 20.00 Uhr, freitags von 08.00 bis 19.00 Uhr.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Harald Wolter-von dem Knesebeck
Institut für Kunstgeschichte
Universität Bonn
Tel. 0228-73-4781
E-Mail: hwolter@uni-bonn.de


Copyright © Uni Bonn | Erstellt von Klaus Herkenrath | 18.12.2014









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