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18.06.2014

Ethnologie und Museum

Tagung zur Beziehungsgeschichte zwischen Disziplin und Präsentation

Wohin führt der Weg ethnologischer Sammlungen? Wie lassen sie sich zeitgemäß nutzen und präsentieren? Darüber diskutieren Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn am 27. und 28. Juni 2014 in der Bonner Altamerika-Sammlung.

Unterschiedliche Interessensgruppen wie Schulen, Tourismusagenturen, Politiker, Vertreter indigener Gemeinschaften und auch Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen tragen an die gleichen Institutionen äußerst unterschiedliche Erwartungen heran. "Daher gilt es", so Dr. Michael Kraus von der Bonner Altamerika-Sammlung (BASA), "die Rolle der Sammlungen, der Museen und der Ausstellungen als Instanzen der Welt- und Kulturvermittlung immer wieder aufs Neue kritisch zu betrachten: Die Tagung befasst sich mit ethnologischen Präsentationen im Museum als auch mit dem Bild, das auf diese Weise vom Fach Ethnologie gezeichnet wird."

Welche Ethnologie für die Museen - welche Museen für die Ethnologie?

Auch eine so sammlungs- und museumsstarke Institution wie die Universität Bonn ist von diesen Fragen betroffen. Bei eigenen Ausstellungen, Ausstellungskritiken, auch bei der Ausbildung von Nachwuchskräften für die Museen, nicht zuletzt bei der Neustrukturierung der eigenen Studieninhalte ist zu klären, wie Prof. Dr. Karoline Noack hervorhebt, "welche Ethnologie die Museen eigentlich benötigen - sowie umgekehrt, welche Museen die Ethnologie braucht".

Die Abteilung für Altamerikanistik richtet gemeinsam mit der Abteilung für Südostasienwissenschaft der Universität Bonn eine international besetzte Tagung aus. Über die Frage nach einer Zukunft für das herkömmliche Völkerkundemuseum hinaus, soll der Stellenwert der Sammlungen innerhalb der Ethnologie sowie das Verhältnis zwischen Ethnologie, Museum und Universität diskutiert werden, nimmt doch auch die Universität für sich in Anspruch Vermittlerin verschiedener Welten und Kulturen zu sein.

Die Tagung findet statt am 27. und 28. Juni 2014 in den Räumen der Bonner Altamerika-Sammlung der Universität Bonn (BASA), Oxfordstraße 15, 53111 Bonn.

Anmeldungen müssen bis zum 25. Juni bei der BASA eingegangen sein.

Zum Gespräch mit Vertretern der Medien stehen in der BASA am 27. Juni um 12.30 Uhr Prof. Dr. Karoline Noack und Dr. Michael Kraus bereit.

Das vollständige Programm ist im Internet abrufbar:

Kontakt:
Prof. Dr. Karoline Noack,
Bonner Altamerika-Sammlung
Abteilung für Altamerikanistik, Universität Bonn
Oxfordstraße 15, 53111 Bonn,
Tel. 0228-73-5737, E-Mail Knoack@uni-bonn.de

Copyright © Uni Bonn | Erstellt von Klaus Herkenrath | 18.06.2014









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