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22.05.2014

Verehrt und gefürchtet von der Antike bis zur Moderne

Tierdarstellungen aus vier Jahrtausenden im Ägyptischen Museum der Universität Bonn

Die Sammlung Ursula und Karlheinz Preuß gilt als eine der angesehensten Privatsammlungen antiker Kunst in Deutschland. Ihre Objekte befinden sich auch im Ägyptischen Museum der Universität Bonn. Dort zeigt nun die neue Ausstellung "Tierdarstellungen aus vier Jahrtausenden".

Die Ausstellung - eine Reise durch Regionen und Epochen - zeigt das Tier als zahme, heimische Kreatur, auch als wildes exotisches Lebewesen, schließlich als Nutztier und Nahrungsmittel. Auch die Rollen als Freund oder Feind des Menschen sowie als Fabel- oder Mischwesen thematisiert die Schau.

Ein Bogen von der Antike bis in die Moderne

Die Moderne beginnt in der Ausstellung mit dem Monumentalwerk der „Description de l`Égypte“, das mit Orinalblättern aus der Sammlung Preuß in der Ausstellung vertreten ist. Die „Description“ ist das erste große Werk der Ägyptologie mit einer nahezu vollständigen Beschreibung und Bestandsaufnahme Ägyptens zum Zeitpunkt des Napoleonischen Feldzuges. Hier setzt auch der Beginn der Ägyptologie als moderne Wissenschaft an, ebenso beginnt hier die bis heute anhaltende Faszination der europäischen Öffentlichkeit.

Tiere prägten auch die Entwicklung der Schrift. Etwa ein Viertel der ägyptischen Schriftzeichen bildet Tiere ab, womit der Anteil höher ist als für die „Menschenzeichen“. Reliefs und Sargbrettfragmente belegen in der Ausstellung den engen Zusammenhang von Tiersymbolen und Schrift.

Öffnungszeiten: Die Ausstellung kann zu den üblichen Öffnungszeiten des Museums besucht werden, also von Dienstag bis Freitag in der Zeit von 13 bis 17 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 13 bis 18 Uhr.

Katalog: Von der Antike bis zur Moderne - Tierdarstellungen aus vier Jahrtausenden in der Sammlung Preuß, 150 Abbildungen, 152 Seiten, ISBN 978-3-86893-158-7, Berlin 2014

Das Ägyptische Museum der Universität Bonn beheimatet mit rund 3000 Objekten aus dem alten Ägypten eine der größten Wissenschaftlichen Sammlungen ägyptischer Altertümer im Rheinland. Es präsentiert Zeugnisse pharaonischen Kultur und erforscht die Grundlagen ihrer Entstehung. Zugleich verfügt das Ägyptische Museum der Universität Bonn über einige außerhalb Ägyptens einzigartige Objekte, zu denen beispielsweise der „Bonner Eingeweidekasten“ zählt; er gehörte ursprünglich zur berühmten Myers Collection, bevor er vom Sammlerehepaar Ursula und Karl-Heinz Preuß erworben und der Bonner Universitätsstiftung gestiftet wurde.

Weitere Information:
Dr. Martin Fitzenreiter, Kurator
Ägyptisches Museum der Universität Bonn
Regina-Pacis-Weg 7, 53113 Bonn
Tel. 0228-73-9710
E-mail: aegyptisches-museum(at)uni-bonn.de
Internet: http://www.aegyptisches-museum.uni-bonn.de

Copyright © Uni Bonn | Erstellt von Klaus Herkenrath | 23.05.2014









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