Alumna Mechthild Wagner, Polen



Name: Mechthild Wagner (geb. Meyer)

Studiendaten: 1974 bis 1982

Studienfächer: Geologie/Paläontologie
Dazu habe ich noch berufsbegleitend ein Verwaltungsdiplom an der Mittelrheinischen Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie erworben, an der ebenfalls Dozenten der Universität Bonn lehrten.

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Im Moment bin ich beruflich tätig als…
Leiterin des Wissenschaftsreferats der Deutschen Botschaft Warschau

Außerdem habe ich noch Folgendes gemacht, seit ich aus Bonn weg gegangen bin…
Die Zusammenarbeit mit Menschen aus anderen Kulturen und der internationale Austausch haben mich schon immer fasziniert: Nach Tätigkeiten beim Deutschen Akademischen Austauschdienst in Bonn und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt– immer wieder mit internationalen Bezügen – fing ich im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) an. Das BMBF entsandte mich dann über das Auswärtige Amt bisher zweimal an Deutsche Botschaften im Ausland. So durfte ich fast dreieinhalb Jahre als Wissenschaftsreferentin an der Deutschen Botschaft in Washington DC arbeiten. Nach einem kurzen Intermezzo in Berlin. bin ich nun seit über vier Jahren Leiterin des Wissenschaftsreferats an der Deutschen Botschaft Warschau.

Nun lebe ich …
mitten im Zentrum von Warschau.

Hierhin hat es mich verschlagen, weil …
ich nach Jahren der Zusammenarbeit mit asiatischen Ländern und westlichen Industrienationen zur Abwechslung ein erfolgreiches östliches Nachbarland kennenlernen wollte, das erst 2004 der EU beigetreten ist.

Besonders gut gefällt mir an meiner neuen Heimat …
die Aufbruchsstimmung, die in Warschau immer noch zu spüren ist. Der Mix aus Tradition und Ultramoderne., den man in dieser Stadt finden kann. Die Herzlichkeit der Menschen hier, ihr Improvisationstalent.

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An der Uni Bonn habe ich gelernt, ...
dass sich eine solide naturwissenschaftliche Ausbildung nicht nur im Beruf, sondern universell als nützlich erweist.

Mein liebster Prof. an der Uni Bonn …
war Prof. Dr. Klaus Krumsiek, damals noch Privatdozent. Er erklärte uns Anfängern herrlich anschaulich geophysikalische Phänomene und die. Plattentektonik. Eines seiner Lieblingsthemen war Paläomagnetismus.

Meine Lieblingsvorlesung / -veranstaltung an der Uni Bonn …
war das Petrologie-Seminar von Prof. Dr. Gerhard Voll, der leider schon verstorben ist. Wenn er nur einen Blick durch das Polarisationsmikroskop auf einen Gesteinsdünnschliff warf, konnte er Bände über die Entstehung dieses Gesteins erzählen.

Mein Lieblingsort in der Uni Bonn …
ist der Botanische Garten am Poppelsdorfer Schloss.

Mein Lieblingsessen in der Mensa…
Spaghetti Bolognese und Salat waren in der Nassestr. ganz passabel.

Meine schönste Erinnerung an die Studienzeit in Bonn …
Die Feldexkursionen natürlich! Was man im Steinbruch lernte, blieb einfach besser hängen. Dazu kamen das unvergessliche Teamwork mit den Kommilitonen und natürlich das Feiern.

Nach dem Studium wollte ich …
raus aus dem Institut, rein ins Berufsleben, auf eigenen Füßen stehen und eigenes Geld verdienen.

Rückblickend auf meine Studienzeit würde ich auf jeden Fall …
noch mehr Feldexkursionen machen!

An Bonn mag ich …
- das Grün
- die Poppelsdorfer Allee mit ihren prachtvollen Häusern zwischen Universitätshauptgebäude und Poppelsdorfer Schloss
- das Rheinufer
- das Siebengebirgspanorama
- die ehemaligen Vulkane Rodderberg und Godesburg
- das Bad Godesberger Mineralwasser (Draitsch-Quelle)

Ein guter (Arbeits-) Tag beginnt mit…
Gymnastik und einer großen Tasse Milchkaffee.

Erfolg bedeutet …
wenn andere die eigene Arbeit wertschätzen.

Misserfolg bedeutet …
am Bedarf vorbei zu produzieren.

Am meisten bewundere ich …
Menschen, die sich trotz schwerer Schicksalsschläge nicht unterkriegen lassen und immer wieder den Unterhaltungswert des Lebens entdecken.

Mein Lieblingszitate …
’’Geschichte ist eine Fabel, auf die man sich geeinigt hat.‘‘ (Napoleon)

und unbedingt:
„Erdgeschichte ist ein Kausalitätenfilz.“ (Frank Schätzing)

Mein Lebensmotto…
„Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“

Folgendes möchte ich den heutigen Studenten der Uni Bonn mit auf den Weg geben…
- Schaut über den Tellerrand und besucht auch mal fachfremde Vorlesungen.
- Lernt eure Lieblingsfremdsprache richtig gut.
- Sammelt so viel praktische Erfahrung wie möglich, unbedingt auch in einer anderen Kultur.
- Lasst euch durch (vermeintlich) schlechte Berufsaussichten nicht entmutigen.

Für die Zukunft wünsche ich der Uni Bonn…
nachhaltigen Erfolg und die Bewahrung der Fähigkeit zum wohl durchdachten Wandel.

Was ich sonst noch sagen möchte …
Ich freue mich über die lebendige, fast 40jährige Partnerschaft der Universität Bonn mit der Universität Warschau. Von ihr haben schon viele Studierende und Wissenschaftler profitiert. Sie leistet einen wertvollen Beitrag zu unserer Völkerverständigung.






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